TOUCHING ON LECTURING
Was ist oder kann ein Vortrag sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich die vom Ausstellungsprogramm unabhängige Veranstaltungsreihe »Touching on Lecturing«. Ausgangspunkt ist dabei die Feststellung, dass aktuell in der Kunst wie in anderen Disziplinen ein verstärktes Interesse an Fragen der Performativität, Formen des Vortrags, der Präsentation und Mündlichkeit besteht – einer Unmittelbarkeit und Offenheit wie sie nur in temporären Ereignissen anzutreffen ist. Dies reicht vom Verständnis des Vortrags als künstlerisches Ausdrucksmittel, über die Analyse von Präsentationstechniken und Medien (z.B. PowerPoint), bis hin zu neuen Visualisierungstechniken und Methoden der Vermittlung und Veranschaulichung wissenschaftlicher Inhalte. Eingeladen werden somit nicht nur Personen aus dem Bereich der Bildenden Kunst, sondern auch aus angrenzenden kulturellen Feldern (Literatur, Theater, Film, Musik, etc.) und Wissenschaften. Die Reihe versteht sich als ein temporäres diskursives Labor, in welchem nach experimentellen Lösungsansätzen für den Umgang mit den Strukturen der Distribution, der Rezeption und der Zirkulation von (Nicht-)Wissen geforscht wird und wobei das Publikum als elementarer Bestandteil unmittelbar miteinbezogen wird.
