Tobias Zielony, The Citizen, 2015, Courtesy of Tobias Zielony and KOW, Berlin © Tobias Zielony

Halil Altındere, Homeland, 2016, Courtesy Halil Altindere and Pilot Gallery, Istanbul


Marina Naprushkina, Arrivals, 2015-2016, Courtesy die Künstlerin
Anna Witt, Durch Wände gehen, 2015/16, Courtesy die Künstlerin und Galerie Tanja Wagner

FOTOWETTBEWERB

Im Rahmen der Ausstellung »Asylum« rief der Bielefelder Kunstverein unter dem Motto »Flüchtige Bilder« einen Fotowettbewerb für Geflüchtete in Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe aus. Im Fokus stehen Fotografien, die einen persönlichen Einblick in Momente der Flucht, Migration, die Ankunft und Aufenthalt in unserer Region wiedergeben. Eine Jury u.a. bestehend aus Que Du Luu (Autorin, Bielefeld), Roman Bezjak (Professor für Dokumentarfotografie und Dekan des Fachbereichs Gestaltung, Fachhochschule Bielefeld) und Axel Grünewald (Professor für Fotografie, Fachhochschule Bielefeld) wählten unter allen Einsendungen die besten Fotografien aus, die im Rahmen der Ausstellung »Asylum« im Bielefelder Kunstverein präsentiert sind.

Symposium

24. SEPTEMBER, 12-18 UHR

Vor dem Hintergrund weltweiter Flüchtlingsbewegungen und einer Integration von geflüchteter Menschen in Deutschland rückt das Symposium »Neue Nachbarschaften. Formen künstlerischen Handelns im Zeichen der Migration« die Möglichkeiten und Potentiale künstlerischen Handelns in den Mittelpunkt. In Vorträgen, Projektpräsentationen und Lesungen berichten zeitgenössische KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen über ihre Erfahrungen an der Schnittstelle von Kunst, Forschung und Alltag. Das Symposium präsentiert künstlerische Initiativen und stellt Konzepte zur Diskussion, welche die gesellschaftlichen Möglichkeiten ebenso wie die positiven Wechselwirkungen von Kunst und Migration zur Sprache bringen.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an kontakt@bielefelder-kunstverein.de oder per Fax (+49 (0)521.17 88 10) erforderlich. Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei. Ein detailliertes Programm und ausführliche Informationen zu den eingeladenen ReferentInnnen geben wir Mitte August bekannt.

27. AUGUST – 30. OKTOBER 2016

ERÖFFNUNG: FREITAG, 26. AUGUST, 19 UHR

Mit Beiträgen von Halil Altındere, Vera Drebusch, Manaf Halbouni, Charles Heller & Lorenzo Pezzani (Forensic Oceanography), Thomas Kilpper, Marina Naprushkina (Refugees´ Library und Neue Nachbarschaft Moabit), Kateřina Šedá, Mounira Al Solh, Anna Witt und Tobias Zielony.

Flucht und Vertreibung scheinen unsere Gegenwart wie kein anderes Thema zu bestimmen. In den Medien wird häufig von einer Flüchtlings- und Migrationskrise berichtet. Dabei haben wir es mit keinem vorübergehenden Ereignis zu tun, denn ein permanenter Ausnahmezustand und die ungewisse Situation von Flüchtlingen sind inzwischen die Regel. Migration ist zum Seismographen unserer Zeit und unserem Selbstverständnis in Europa geworden. Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund und aus dem Blickwinkel der zeitgenössischen Kunst beschäftigt sich die Ausstellung mit den kulturellen Auswirkungen von Flucht, Vertreibung und Asyl. KünstlerInnen haben mit ihren Mitteln und teils auf Basis eigener Erfahrungen immer wieder die Geschichte von MigrantInnen, den sozialen Status, das kollektive und individuelle Gedächtnis von Vertreibung, Erlebnisse zwischen Trauma und Hoffnung zum Gegenstand ihrer künstlerischen Projekte gemacht. Im Gegensatz zu den Medien bedienen sie sich allerdings anderer Bilder und Formen der Erzählung, interessieren sich für nicht gehörte Visionen und schaffen damit innerhalb der Kunst einen Zufluchtsort der Vielstimmigkeit und Reflexion. Insofern stellt die Ausstellung im Bielefelder Kunstverein künstlerische Initiativen und Konzepte zur Diskussion, die das Potential von Kunst als widerständigen Erfahrungsraum zum Ausdruck bringen sowie den komplexen Fragestellungen von Flucht, Migration und Integration eine Plattform bieten.

Kurator: Thomas Thiel

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit und für Geflüchtete aus Bielefeld. Es erscheint eine 40-seitige Broschüre (Deutsch-Englisch).

»Asylum« wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit Unterstützung von: